Chichen Itza

Chichen Itza

Ich hatte in einem Blog gelesen, dass der Besuch von Chichen Itza einem Überlebenskampf gleichkommt, zumindestens jetzt in der Hochsaison. Wir wollten es auf einen Versuch ankommen lassen, zumal die berühmte Tempelanlage auf dem Weg nach Mérida, unserem heutigen Ziel liegt.

Unsere Strategie hieß, früh aufstehen, halb sieben losfahren und um acht zur Öffnung der Stätte anzukommen. Soweit so gut.

Erster Fehler: wie durchfuhren eine Zeitzone und waren 1h zu früh aufgestanden. Nicht schlimm, um sieben in der Frühe standen wir als zweiter an der Parkplatzschranke. Nur kurze Zeit später hatte sich bereits hinter uns eine Schlange gebildet, Reisebusse inklusive.

Zweiter Fehler: in den hinteren Autos wurden Muttis und Kinder bereits ausgeladen und gingen über den noch gesperrten Parkplatz bereits zur Kasse, während Vati im Auto blieb. Ich wurde bereits nervös und nervte solange rum, bis sich Florian erbarmte, mit mir bereits ebenfalls auszusteigen und zur Kasse zu laufen. Ich war zufrieden. Roland konnte das Auto parken und um viertel nach acht wurde die erste Kasse geöffnet. Mittlerweile waren bestimmt 2 Businhalte, die ihre Tickets schon hatten, an uns vorbeigelaufen. Fassungslos schaute ich hinterher. Meine Laune sank merklich.

Erstes Glück: die Businhalte wollten erst einmal Kaffee trinken, statt die Stätte zu besuchen. Schnell gingen wir an allen vorbei und kamen auf diesen Wahnsinnsplatz mit nur wenigen Leuten an. Alles war vergessen, die Sonne stand perfekt und der Anblick war der Hammer!

Meine Männer schossen nur noch Bilder während ich langsam über den Platz lief und die Eindrücke aufnahm. Was war ich froh, dass wir so früh vor Ort waren!!

 …

Über 2h schauten wir uns alles in Ruhe an, während der „Trödelmarkt“ langsam erwachte und von Keramik über Schmuck bis zu Tischdecken ihre Waren anboten. Ich war so gut gelaunt, dass ich 2 Keramikschalen ergatterte.

Zweites Glück: als wir gemächlich uns dem Ausgang näherten, konnten wir das Ausmaß der Massentourismuswelle miterleben: der Parkplatz war bereits um halb elf belegt. Auf beiden Seiten der Zufahrtstrasse parkten kilometerlang die Autos und bei praller Sonne hatte sich eine endlose Auto/Busschlange gebildet, welche auf einen freien Parkplatz wartete. Mir taten die Leute ehrlich gesagt leid.

Schlussendlich muss man sagen: Chichen Itza ist wirklich ein Besuch wert, aber nur zur frühsten Stunde. Danach sollte man sehen, den Ort schnell wieder zu verlassen.

Unser heutiges Ziel ist die alte Kolonialstadt Mérida, Hauptstadt von Yukatan. Hier steigen wir in dem hübschen Hotel Marionetes ab und schlendern anschließend durch die belebten Gassen.

 

 

2 Gedanken zu „Chichen Itza“

  1. Hallo Ihr 3,
    wir erinnern uns noch sehr gut an Chicen Itza 1989 sind wir da
    hoch geklettert ! Eure schönen Bilder machen wieder alles
    lebendig für uns. Wir freuen uns schon auf Palenque. Gute
    Fahrt und liebe Grüße MuP

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