Hahei

Hahei

Hier in Hahei haben wir es wirklich gut getroffen. Ein sehr schöner und ruhiger Stellplatz direkt am Meer, daher bleiben wir 2 Nächte. Der Wind hat glücklichweise aufgehört und es ist richtig warm geworden. Was hier in der Gegend zu den Must Do´s gehört sind die zweistündige Wanderung oberhalb der Küste zum Cathedral Cove und der Hot Water Beach.

Für die Wanderung entscheiden wir uns am frühen Morgen nach Sonnenaufgang. Wir sind fast alleine unterwegs, der Weg führt auf und ab,

 bis wir schließlich über Treppenstufen an einen Strandabschnitt gelangen. Die Sonne steht noch tief und färbt die Felsen in warmes Licht. Es ist wunderschön hier und soooo ruhig.

Ich bestaune die Höhle und den als Felsen dahinter bezeichneten „Cathedral“, lehne mich anschließend an den Höhleneingang und lasse mich von der Sonne wärmen,

während mein Mann ganz begeistert dauernd in der Höhle verschwindet, um Aufnahmen zu machen. Wenn das Wasser nicht so kalt wäre…. ein Müsliriegel und ein Schluck Wasser zum Spülen für den ersten Hunger muss reichen und wir machen uns leider nach einer halben Stunde wieder auf den Rückweg. Das ist gut so, denn die ersten Touris sind im Anmarsch. Der Nachmittag ist für den Strand reserviert.

Am nächsten Morgen müssen wir etwas Strecke machen. Unser Ziel wird Rotorura heute sein. Aber bevor es dahin geht kommt noch der Abstecher zum Hot Water Beach. Ich hatte mir noch keine Vorstellungen davon gemacht, irgendwelche warmen Quellen, die bei Ebbe am Strand freigelegt werden. Wir fahren also um 11Uhr auf den Parkplatz, mieten eine Schaufel! und spazieren zu dem besagten Strand. Auf den ersten Blick sieht der Strand frei aus aber man kann doch erkennen, dass sich die Menschen alle in den hinteren Strandbereich begeben. Wir also hinterher. Was wir dann da erlebt haben, muss man eigentlich mit eigenen Augen gesehen haben. Auf einem großen Knubbel, aber wie wie später festgestellt haben, auf 2 nebeneinanderliegenden Strandabschnitten konzentriert, buddeln Alt und Jung, ganze Großfamilien, Paare, Kinder, Freunde…um die Wette, um sich anschließend in einen kleinen Wasserpool legen zu können.

Erklärung: Wenn Ebbe ist können bis zu 65 Grad heiße Thermalwässer aufgrund vorhandener vulkanischer Aktivitäten freigelegt werden. Das Heißwasser tritt in 2 Quellen aus, die 20m voneinander entfernt sind.

Durch das Buddeln wird das zugegeben sehr heiße Wasser frei, dann wird das Wasser über Eimer mit Meerwasser auf eine persönliche mollige Temperatur gebracht und viola, fertig ist der eigene Spa Bereich. Roland und ich konnten gar nicht buddeln, weil wir soviel gestaunt und gelacht haben. Halbherzig hat Roland mal losgelegt und sich dabei fast die Füße verbrannt….

und später mussten wir feststellen, dass ein Fernsehteam uns alle (live??) aufnahm…..das hätte mir auch noch gefehlt: Mutti und Vati aus Deutschland im lokalen Fernsehen!

Für Kinder ist das wirklich super und unser Sohn hätte sich, glaube ich, mit viel Elan auch ein Luxusbad geschaufelt… 🙂

Mittlerweile sind wir in Rotorura angekommen und werden morgen mal den KIwi besuchen.

P.S. Ich hatte ja mal ein paar Beiträge vorher von unserem mittlerweile richtig liebgewonnenem Instantnudelgericht für 3min gesprochen….wir sind davon noch nicht losgekommen und probieren uns durch alle Geschmacksrichtungen. Das nennt man langsame Eingewöhnung auf Asien!!