Queenstown

Queenstown

Wenn man diese populäre und sehr nette Stadt (5% Zuwachs in jedem Jahr) am Lake Wakatipu besucht, wird man automatisch auf den hier verbreiteten und boomenden Abenteuertourismus aufmerksam. Informationen über Bungeejumping, Jetboot-Fahren, Helicopter-Touren, Paragliding usw. finden sich an fast jeder Ecke.

Jetzt könnte man ja sagen, dass sind alles unnütze und teure Attraktionen, auf die man verzichten kann. Kann man sagen, muss man aber nicht, wie unser Sohn immer gerne äußert.

Diese Attraktionen machen nämlich verdammt viel Spaß, wie wir festgestellt haben. Das Bungeejumping behalten wir uns für das 60. Lebensjahr vor. Jetzt reicht uns eine spektakuläre Jetboot-Tour durch den Canyon und die hatte es wirklich auch in sich.

Um zu dem Canyon zu gelangen, nehmen wir eine 45minütige Passstraße auf uns, die uns alleine schon die Schweißperlen auf die Stirn treibt. Ein großes Schild am Eingang der Piste weist auf die große Gefährlichkeit und Abschüssigkeit hin. Naja, denken wir, wird schon nicht so schlimm. Aber ich kann euch sagen, so einen Pass wäre ich niemals alleine gefahren.

  

Im Grunde kann man den Weg bis runter zum Canyon nur als Einbahnstraße befahren, so schmal windet er sich um die Berge. Keine Absperrungen oder Leitplanken auf der abschüssigen Seite und das alles mit einem normalen Kleinbus für 20 Personen.

Erleichtert steigen wir, endlich am Wasser angekommen, aus und holen erst einmal alle tief Luft. Aber für Erholung haben wir nicht gebucht und schon werden uns strahlend die Schwimmwesten übergeben. Ich möchte auf keinen Fall hinten oder am Rand sitzen und so steig ich schnell in die zweite Reihe hinter den Fahrer. (Roland ist gerne bereit, sich für den Außenplatz zu opfern…).

Keine Panik vermeldet noch der Fahrer, bitte Sonnenbrillen auf und festhalten und dann wird der 650PS starke Motor angeschmissen

und wir fegen mit einer Wahnsinns Geschwindigkeit den Canyon entlang, haarscharf an den Felsen vorbei, 360Grad Drehungen inklusive, um das Vergnügen zu erhöhen und uns alle etwas zu bewässern, durch schmale Felsenspalten

 hindurch bis unter einer alten Stahlbaubrücke hindurch, die vor ein paar Jahren noch zum ulimativen Bungeejump genutzt wurde.

Der Mann kennt Gott sei Dank sein Handwerk und anscheinend jeden Felsen in diesem Flussabschnitt. Wir quietschen alle vor Vergnügen und ehrlich gesagt, wären wir am liebsten noch eine Runde gefahren, so einen Gaudi macht das.

Wir haben versucht, auf diesem Irrsinnstrip ein paar Fotos zu schiessen, sind aber eigentlich ganz erleichtert, dass der Veranstalter selbst von uns Fotos zu einem kleinen Preis verkauft.

Zurück geht es wieder den gleichen Passweg, aber mittlerweile kann uns das auch nicht mehr erschüttern. Wir haben alle ein breites und zufriedenes Grinsen im Gesicht und Roland und ich freuen uns auf ein selbstgebratenes Steak, denn wir haben natürlich vorher nicht gegessen…..

Zum Abschied in Queenstown noch ein kleiner abendlicher Ausflug in eine Live-Music Bar, wo wir mit einem guten Tropfen Rotwein und einem bestimmt auch leckerem kühlen Bier den schönen Tag ausklingen lassen. Mal sehen, was uns morgen noch einfällt ;-).

 

Ein Gedanke zu „Queenstown“

  1. Hallo ihr Lieben,

    über die „Herr der Ringe-Idylle“ hat uns Dennis schon erzählt und ebenfalls in Bilder festgehalten. Wir wünsche euch weiterhin viel Spaß und gute Erholung in Verbindung mit noch mehr tollen Eindrücken.

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