Kalahari

Von Singapur über Johannesburg nach Namibia geflogen, steigen wir in Windhoek bei klarem blauen Himmel und angenehmen 25Grad aus dem Flieger und gehen zur Gepäckausgabe. Unsere Koffer stehen bereits parat, alleine die Tasche taucht nicht auf. Das Band bleibt stehen und wir wissen: wir sind in Afrika gelandet!

Mit weiteren Deutschen gehen wir zum Baggage Service Schalter und melden den Verlust an. Die Tasche befindet sich nach deren Information noch in Johannesburg und kommt nachmittags mit der nächsten Maschine in Windhoek an, von wo sie direkt in unser Hotel geliefert wird, sagt man uns. Wenn das mal klappt, wenigstens ist sie nicht in Neuseeland gelandet…

Mit unserem Mietauto fahren wir in das auf einer Anhöhe schön gelegene Hotel Thule im Stadtteil Eros. Um unsere Stimmung zu heben und unseren Magen zu füllen, fahren wir direkt wieder los zu Joe´s Beerhouse, nur 1km entfernt vom Hotel. Ein Steak mit Pommes und dazu ein Bier reicht aus, um uns auf andere Gedanken zu bringen und uns zu entspannen.

Die letzte Etappe unserer Reise hat nun begonnen, 3 Monate sind wir bereits auf Achse, kaum zu glauben, wie die Zeit vergeht.

Wir kaufen noch ein paar Lebensmittel ein und genießen anschließend den Sundowner am Hotel auf der Terrasse. Genießen deshalb, weil unsere verlorengeglaubte Tasche tatsächlich artig an der Rezeption auf uns wartet. Geht doch…  🙂 .

Am nächsten Morgen brechen wir früh auf – wir wollen Windhoek und Zivilisation schnell hinter uns lassen und in die ruhige Weite der Kalahari fahren. Unser Ziel ist die Camelthorn Kalahari Lodge, 60km entfernt von Kalkrand. Auf der asphaltierten B1 läßt es sich entspannt fahren und wir erreichen über Rehoboth und Kalkrand zügig den Links-Abbieger auf eine Schotterpiste, welche glücklicherweise im sehr guten Zustand ist.

Mittags angekommen stehen wir in totaler Einsamkeit vor den 10 Häusern der Lodge. Da wir drei Nächte hier verbringen, bekommen wir die am weitesten abgelegene Unterkunft mit „unverbautem“ Blick in die Savanne.

Wir merken richtig, wie die Ruhe uns guttut. Nach einem Lunch entspannen wir auf der Sonnenliege am Pool und beobachten Gnus, Springböcke und Oryxe, wie sie direkt an unserem Haus vorbeilaufen. Mittlerweile sind noch 2 weitere deutsche Paare angekommen und wie es immer in Namibia ist, kommt man ins Gespräch und teilt seine Freude über diese Land. Zusammen melden wir eine zweistündige Sundownerfahrt an. Unser schwarzer Fahrer heißt Bertus und ist super gut drauf und weiß über jedes Tier etwas zu erzählen. Wir sehen Herden von Gnus, Oryxen, Springböcken und Straußen sowie vereinzelt Zebras und Erdmännchen. Womit keiner von den Gästen rechnet, ist das Antreffen eines Löwens, der hier zwar wild lebt, aber von den Farmern gefüttert wird.

In unserem Auto sitzen außer uns nur „Namibia-Frischlinge“, die total begeistert sind. Das steckt an und wir sind froh, wieder hier zu sein!

Nach einem leckeren Springbock-Steak im Openair-Restaurant fallen wir müde ins Bett. Am nächsten Morgen heißt es früh aufstehen, denn wir haben eine einstündige Bushmen-Tour für free geschenkt bekommen. Um 7Uhr morgens geht es los und wir lernen in einer fast lustigen und sehr kurzweiligen Darbietung den Alltag der San-People kennen.

Hungrig und mit Kaffeedurst machen wir uns wieder zurück in der Lodge über das Frühstücksbüffet her.

Für die nächste zwei Tage in der Lodge haben wir keine weiteren Aktivitäten mehr geplant und genießen die Ruhe vor dem Sturm!

Guten Flug Ihr Lieben, wir freuen uns auf Euch!!