Etosha

Wir haben 2 lazy Tage in der Grootberg Lodge verbracht. Der Bushman Walk war aufgrund der gesichteten Löwen in der Nähe unserer Unterkunft leider gecancelt. Dafür haben wir dann alle Mann eine dreistündige schöne Sundownerfahrt unternommen.

Mein Kreuz hat auf den ganzen Hotelbetten etwas gelitten, daher gönne ich mir vorher noch eine Massage, die es in sich hat. In Asien sind die Massagen technisch raffiniert aber doch eher soft gewesen. Ich habe mich hier für eine „Gentle Massage“ entschieden, also mittelkräftig. Die beleibte Dame nimmt mich beim Wort und walkt meinen altersschwachen Körper kräftig durch… danach fühle ich mich wie durch den Wolf gedreht. Ich wußte gar nicht, dass man so viele Muskeln hat 🙂 . Zum Abschluss strahlt sie mich an und erzählt von ihren 4 Kindern – ich gebe einen extra Tip für ihren Einsatz!

Der nächste Tag führt uns zum Etosha Nationalpark. Die Erwartungen sind wie immer groß, aber auch die Befürchtungen, dass wir in der regenreichen Zeit wenig Tiere sehen werden. Wir fahren das erste Mal im westlichen Galton Gate rein. Übernachtet wird im Park in Okaukuejo, ca. 190km vom Gate entfernt. Unsere Sorge ist ganz unbegründet. Die Landschaft ist zwar grün und stark bewachsen mit zahlreichen Wasserlöchern aber es befinden sich viele Tiere gut sichtbar im Park. Wir beobachten die gängigen Antilopenarten, wie z.B. Oryxe, Kudus, Springböcke, Impalas, Kuhantilopen und Dik Dik´s.

Oryx Antilope
Impala Antilopen
Dik Dik

Gnus und Zebras sind zahlreich zu sehen. Später kommen noch ein Löwe, Giraffen, Schakale, Warzenschweine, Schildkröten, Greifvögel, Sekretäre, Riesentrappen etc. dazu.

Schabrackenschakal
Weißbürzel Singhabicht
Balzende Riesentrappe

Unsere Freunde, die das erste Mal Namibia bereisen, sind begeistert und wir auch.

Cheffe

Kurz vor Ankunft des Camps erwartet uns noch eine schöne Überraschung. Ein Elefant führt eine Gruppe Autos auf der Strasse an. Keiner traut sich, ihn zu überholen, weil er ziemlich genervt mit seinen Ohren schlackert. Da wir direkt auf die ungewöhnliche Schlange zufahren, haben wir eine tolle Sicht auf das Prachtexemplar. Der Weg führt ihn direkt zu uns zum Wasserloch, worauf wir spekuliert und unser Auto geparkt haben.

Unsere Ausbeute für den ersten Tag läßt keine Wünsche offen und nach einem Abendbuffet im Camp schließen wir den Tag ab.

Der nächste Tag bringt uns dafür nicht ganz soviel Glück. Obwohl wir viele Kilometer abfahren, sehen wir keine weiteren Tierarten. Wir bleiben entspannt und fotografieren dafür die vielen bunten Kleinvögel, wie z.B. die wunderschöne Gabelracke.

Gabelracke

Den zweiten Abend an der Etosha verbringen wir östlich des Von Lindequist Gates in der Etosha Aoba Lodge. Diese Lodge schließt an die Etosha an und umfaßt ein 34.000ha großes Gelände, die Unterkunft ist wunderschön und sehr elegant. Wir freuen uns auf 2 Nächte hier als Anlaufpunkt für unsere Safaris in die Etosha.

Den dritten Tag in der Etosha wollen wir auf den Vormittag beschränken, da wir auch noch etwas Zeit am Pool verbringen möchten. Wir fahren bereits um halb acht früh los und erkunden den Norden des Parks. Die Etosha Pfanne, uns aus den Urlauben zuvor nur als salztrockene Ebene bekannt, ist nun mit niedrigem Gras bewachsen – überall ist Wasser vorhanden. In der Lodge hängen tolle Schwarzweiss-Aufnahmen von Wildtieren, die uns inspirieren.

Bereits auf dem Weg zurück ruft Roland plötzlich „Nashorn“ und wir schrecken alle hoch, kriegen die Kamera gar nicht so schnell in den Anschlag und schauen dem Nashorn beim Überqueren der Strasse zu. So schnell wie es aus dem rechten Gebüsch auf die Strasse getreten ist, so schnell ist es links wieder im Gebüsch verschwunden. Neben uns haben noch 2 andere Autos das Schauspiel miterlebt und wir strahlen uns alle an und heben den Daumen. Danach sind wir uns einig, mehr geht nicht in Etosha und wir fahren zufrieden zurück zur unseren Lodge zum Relaxen.

Sven und Florian

 

 

 

 

 

Ein Gedanke zu „Etosha“

  1. Ja toll, was Ihr alles gesehen habt. Wir haben die Riesentrappe zwar auch mehrfach gesehen, aber nie bei der Ball. Wunderschöner Anblick. Dann muss sich ja das Wetter beruhigt haben, denn als wir einmal am Pool abhängen wollten (in Namutoni) mußten wir das Zelt sichern, damit es bei Sturm und Sturzregen nicht wegfliegt. So sind wir zwar auch nass geworden, aber anders als wir es wollten.

    Euch noch tolle Pirschfahrten mi vielen Überraschungen.

    Liebe Grüße, Monika

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