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Oamaru

Oamaru

Von Queenstown geht es wieder nördlich landeinwärts Richtung Omarama und dann weiter über Twizel zum Lake Pukaki.

Vorher machen wir noch an der Kawarau Suspension Bridge einen kurzen Stop, um den 43m hohen Bungeejump aus nächster Nähe zu verfolgen…..nicht schlecht, aber wir haben leider keine Zeit…. :-).

Von dem Lake Pukaki habe ich in einem anderen Blog den Tip gelesen, unbedingt auf dem am südlichen Rand des Sees gelegenen freien Campingplatz zu übernachten mit unverbauten Blick auf den Mount Cook. Schlafen möchten wir hier nicht, aber die Sicht auf die Alpen wollen wir uns nicht entgehen lassen. Wir haben eigentlich schönes Wetter, aber in den hohen Bergen hängen die Wolken leider drin.

So können wir den Gletscher noch erahnen, aber nicht die Spitze des höchsten Berges von Neuseeland sehen. Nachdem wir uns im Internet die Webcam am Visitor Center des Aoraki Mount Cook National Parks anschauen und nur Nässe und Nebel erkennen können, ist unsere Entscheidung zu meinem sehr großen Bedauern gefallen. Wir schaffen keine Helicopter Tour mehr bei guter Sicht und auch keine Wanderung mehr auf den Mueller Hut. So fahren wir schweren Herzens an dem Park vorbei

und schwenken Richtung Osten an die Küste nach Oamaru. Im Reiseführer ist die Stadt „mit alter Patina belegt“ beschrieben worden. Das ist sehr treffend formuliert. Herrschaftliche und viktorianische Häuser, große Kirchen, zeugen noch von der Zeit um 1880, als Oamaru einer der finanzstärksten und schönsten Orte des Kontinentes war. Jetzt verirren sich die Touristen wohl eher hierhin, um sich die Pinguinkolonien anzuschauen. Südlich des Ortes gibt es einen Strandabschnitt, an dem die seltenen Gelbaugenpinguine brüten. Zur Zeit befindet sich wohl nur 1 Paar dort. Wenn man bedenkt, dass der Look Out 50m oberhalb des Strandes liegt, muss man schon genau hinschauen…..wir haben Glück! Aus dem Gebüsch direkt am Strandrand bewegt sich plötzlich eine kleine Gestalt Richtung Wasser und bleibt dann für 10min regungslos stehen, um im Gebüsch wieder zu verschwinden.

Mit Hilfe eines Teleobjektivs können wir den kleinen Pinguin sehr gut erkennen. Welch ein Glück, genau zu diesem Zeitpunkt dort zu sein! Für die Oamaru Blue Penguins Colony, eine Kolonie von Zwergpinguinen, die sich direkt am Hafen befindet, erwarten wir uns eine bessere Sicht und v.a.D. eine größere Anzahl von Pinguinen. Dort mit dem Auto angekommen werden wir in einem Visitor Center direkt um 35Dollar pro Person gebeten. Wir sind genervt. Tiere sind für alle da, ich habe keine Lust, Geld dafür zu bezahlen, um auf einer Tribüne in der Dämmerung ohne Fotoerlaubnis Pinguine zu beobachten…. wir fahren in den Ort und wärmen uns erst einmal mit einer leckeren Suppe auf. Anschließend fahren wir mit dem Auto noch einmal zum Hafen. Wir erhoffen uns, das vereinzelte Pinguine (so haben wir durch ein Gespräch erfahren) an öffentlich zugänglichen Stellen an Land kommen. Und genauso ist es auch. In einer Gruppe Wartender beobachten wir um 21:30Uhr, wie drei Pinguine ganz lichtscheu langsam den Kai heraufwatscheln und sich ein Plätzchen zum Schlafen suchen. Wir denken, nun können wir uns zufrieden verabschieden. Doch als wir die Strasse entlangfahren, sehen wir eine kleine Gruppe Menschen, die sich auf dem Bürgersteig versammelt hat. Schnell parken wir wieder und verfolgen nun in einer halben Stunde, wie ein Pinguin nur einige Meter entfernt von uns den Bürgersteig entlangläuft,

 

dann einige Autos abwartend wiederholt versucht, die Strasse zu queren, um in das dichte und sichere Buschwerk zu gelangen. Wir haben alle mitgefiebert, ihn direkt leise angefeuert (Roland hat sich schon als Sicherheitsposten an der Strasse hingestellt, um notfalls Autos zum Anhalten zu bringen) bis wir dann glücklich sein erreichtes Ziel zur Kenntnis nehmen können. Das war live und viel schöner als im bezahlten Park!!!

Akaroa

Es geht weiter Richtung Christchurch aber doch noch nicht zu unserem Endziel. Wir machen noch einen Abstecher in das französisch anmutende Örtchen südöstlich von Christchurch auf der Halbinsel Banks Peninsula. Im Ort angekommen fahren wir zum Hafen und machen für den nächsten Tag eine Bootsfahrt klar. Diese Insel ist bekannt für das Vorkommen zahlreicher Delfine, Wale usw. Vielleicht haben wir diesmal ja Glück und als letztes Erlebnis in Neuseeland wäre das ein schöner Abschied. Das Wetter soll in der Woche sonnig bleiben. Übernachtet wird auf einem total coolen Campingplatz ein paar Kilometer weiter bergaufwärts mit einer super Sicht über die Meeresbucht und die gegenüberliegenden Hügel. Prost!