WoMo-Selbstausbau: Rahmenlackierung

Nun sind schon einige Monate vergangen und wir möchten mit ein paar Bildern den Fortschritt unseres Umbaus veranschaulichen. Nachdem wir den Feuerwehrkoffer abgebaut und die ganzen Kabeln im Rahmen bis in die Kabine zurückgebaut haben, mussten wir uns um einen neuen Unterstellort kümmern. Hier noch die letzten Impressionen des ersten Unterstellortes…

Wir brauchten dringend eine saubere Garage mit Licht und Strom sowie genügend Platz zum Schweissen und zum Handwerken. Letztes Jahr Mitte 2020 hatten wir dann das Glück, direkt in unserer Gemeinde einen komforttablen und großzügigen Stellplatz auf einem alten Gehöft zu finden und dauerhaft anzumieten. Unsere alten Küchmöbel haben dort nun ihren Platz gefunden und wir konnten endlich mit der Aufbereitung des Rahmens beginnen.

Dafür wurde der Rahmen gründlich gereinigt, abgeschleift, von Fett gelöst und dann mit der silbergrauen Rostschutzgrundierung Ovagrundol Primer 2-mal gestrichen.

Unser LKW hat nur wenig Rostansätze, was die Aufgabe sehr erleichtert.

Problematisch ist momentan eher das Wetter und die eisigen Temperaturen, die die Farbe schlecht trocknen lässt. Wir brauchen daher viel Geduld. Zudem ist langes Arbeiten kaum möglich, eine Heizung ist in der Garage nicht vorhanden. Mittlerweile ist der Ramen bereits schon einmal mit schwarzem Chassislack O.H. gestrichen. Der 2. Anstrich muss temperaturbedingt noch warten.

Während der Trocknungsphasen basteln wir weiter an unseren Planungszeichnungen. Roland plant die notwendigen Aufhängungen / Anbauten für die Druckluftbehälter, Batterien und beiden Dieseltanke. Der Platz ist recht begrenzt bei dem Radstand von 3090 mm, daher lassen wir uns Dieseltanke auf Mass fertigen. Etwa 280 Liter auf der Fahrerseite und nochmals ca. 200 Liter, aufgeteilt auf 2 Kammern auf der Beifahrerseite. Ein Pipitank ist im Fahrzeugrahmen geplant und die Druckluftbehälter verschwinden hinten unter dem Fahrzeugrahmen. Das Auspuffendrohr wird nach vorne hinter das Vorderrad verlegt. Platz bleibt dann noch für den Batteriekasten und einen kleinen Staukasten auf der Fahrerseite, sowie einen Abwassertank von etwa 150 Liter auf der Beifahrerseite.

Ich persönlich zeichne weiter an dem Grundriss unseres Koffers. Die ersten Ideen wurden alle wieder verworfen, nun sind wir beide mit dem neuen Konzept sehr zufrieden. Die Länge des Koffers bleibt bei 4400 mm. Da sind wir fast am Limit. Wir werden es auch bei der geplanten Breite von 2300 mm belassen.

Wir haben unsere Bedürfnisse an eine Wohnkabine nochmal intensiv diskutiert und uns dazu entschlossen, mit einer großzügigeren Sitzecke weiter zu planen. Der verbleibende Platz zwischen der Sitzecke vorne und dem festen Bett hinten, wird auf der Fahrerseite mit einer Küchenzeile geschlossen. Der Eingang bekommt die beliebte Doppelfunktion als Dusche und Dreckschleuse mit einer Ausbuchtung für das WC als Selbstbau Trocken-Trenntoilette mit kleinem Waschbecken. Die Sitzecke planen wir ohne Podest um zum einen uns einen Durchstieg zum Fahrerhaus nicht zu verbauen und zum anderen etwas mehr Luft für Oberschränke zu haben. Der Platz unter den Sitzen sieht nach unseren Plänen noch ausreichend aus, um den größten Teil der Technik (Dieselluftheizung, Elektrik) zu beherbergen. Für Wasserspeicher mit der zugehörigen Wasserverteilung und Filtrierung opfern wir einen Teil des Stauraums unter dem Bett.

Auf den Spuren von Heinrich Heine

„Ich möchte auch mal auf den Brocken“, ließ ich meinen Vater in diesem Jahr wissen und versuchte ihn im Oktober mit einem Gutschein zu seinem 81. Geburtstag zu ködern. Kein Problem freute sich mein Vater über das Angebot, obwohl er schon zigmal und in verschiedensten Routen den Brocken bestiegen hatte und es wurde gleich geplant. Für mich als Erstbegeher kam natürlich nur der Heinrich Heine Weg in Frage, laut Reiseführer der schönste Weg auf den mit 1141m höchsten Berg Norddeutschlands. Der geplante Corona Lockdown im November ließ uns die Wanderung ungewollt schneller beschließen als gedacht und nach einem Blick in die Wetterkarte und einer schnellen Hotel-Reservierung in Bad Harzburg fuhren wir mit dem Auto am Samstag um 6Uhr morgens gutgelaunt Richtung Harz. 4h später erreichten wir in Ilsenburg den sich bereits schnell füllenden Wanderparkplatz. Wir waren anscheinend nicht die Einzigen, welche das letzte „freie“ Wochenende zu einer Wanderung nutzen wollten. Kein Problem, wir schnürten unsere Schuhe und den Rucksack und dann ging es los auf den Spuren des Dichters Heinrich Heines, der 1824 diesen Weg auf den Brocken bei seiner Harzreise bewanderte.

 

 

 

 

Gemütlich und stetig bergan schlängelt der Weg sich entlang der Ilse durch das Ilstal in einem  urwüchsigen Buchenwald, der sich mittlerweile herbstlich bunt zeigte.

 

 

 

 

An den unteren Ilsefällen, ca. 3,5km und 170hm weiter, legten wir eine kleine Rast für das zweite Frühstück ein. Für Ende Oktober bei 13Grad fühlten wir uns wunderbar, zumal der Himmel immer wieder aufbrach und sich die Sonne zeigte.

 

 

 

 

WoMo-Selbstausbau: Fahrzeugplanung

Heute ein Beitrag von Roland:

Die Signalanlagen vom Dach des Fahrzeugs sind runter. Nächste Woche geht unser 917 zum Karosseriebauer:  einige Löcher sind zu schließen und die Beschädigungen an der Beifahrerseite noch zu reparieren.

So richtig viel ist am Fahrzeug selbst nicht passiert. Wir haben die Zeit aber genutzt und sind mit der Planung weiter voran geschritten.

Wir starten mit der Kabinenlänge:

Die maximale Länge der Kabine ergibt sich aus der Aufbauvorschrift des Herstellers. In unserem Fall sind 190 mm Abstand von der Fahrerkabine einzuhalten und der Überhang nach hinten darf 60% des Radstandes nicht überschreiten. Daraus ergibt sich für unseren 917 eine maximale Aufbau- bzw. Kabinenlänge von 4.484 mm. Wir werden es bei einer Kabinenlänge von 4.400 mm belassen, da wir so ein etwas stimmigeres Gesamtbild des Fahrzeugs erhalten und der Böschungswinkel bei Einplanung einer Abschrägung des Hecks, sich nicht verschlechtert. Das ist ohnehin einiges mehr an Kabinenlänge, als wir zunächst angenommen haben und Annette ist froh, in Ihrer Vorplanung des Innenraums noch etwas Reserven zu bekommen.

Wir haben auch in der Breite des Fahrzeugs etwas Spielraum. Dank Sonderausstattung „C96 Achs-/ Fahrgestellteile, schmale Fahrzeugbreite“ bietet sich an, das Fahrzeug etwas schmaler aufzubauen als üblich. Gemessen habe ich an der Hinterachse eine Breite über die Räder von max. 2.250 mm und ich denke, dass wir uns auf eine Kabinenbreite von 2.300 mm beschränken werden. Ich kann mir Situationen vorstellen, in denen dies nicht von Nachteil sein wird, auch wenn ein LKW in dieser Breite sicherlich noch nicht prädestiniert ist, durch die Gassen toskanischer Dörfer zu fahren. Die Fahrerkabine des LK ist ohnehin schmal genug und lediglich die vorderen Kotflügel, die die aktuelle Fahrzeugbreite von 2.450 mm markieren, müssten in der Breite etwas eingekürzt werden.

Bei der Höhe des Fahrzeugs gibt es für uns relativ wenige Stellschrauben. Das Fahrgestell ist bereits 120 mm höher gelegt, was wir sicherlich nicht mehr ändern möchten, darauf kommt ein Zwischenrahmen mit Federlagerung, auf den eine Kabine mit einer Innenhöhe von ca. 2 m geplant ist. Insgesamt ergibt sich eine Gesamthöhe von dem Fahrzeug von ca. 3.500 mm.

Einen gewissen Einfluss auf die Höhe hat auch die Bereifung des Fahrzeugs. Der bereits recht hohe Fahrzeugrahmen lässt hier einiges zu, auch wenn man den max. möglichen Federweg des Fahrzeugs und den damit einhergehenden Abstand von Kabinenaufbau und Rad berücksichtigt. Aktuell ist unser 917 mit Reifen der Größe 12,5R20 ausgestattet. Für eine Feuerwehr schon eine sportliche Ausstattung. Eine Überlegung wert sind noch 14,5R20`er, da mit der gleichen Felge möglich und ich es bestimmt nicht über das Herz bringen werde die schönen originalen Sprengringfelgen zu verkaufen. Fast alle größeren Reifen schreien nach 10-20 Felgen, die gewichtstechnisch eher einen negativen Einfluss hätten.

Annette bastelt zwar schon fleißig am Grundriss der Kabine, möchte eine Veröffentlichung aber noch vertagen. Bis wir hier wirklich tätig werden, wird noch viel Wasser den Rhein runter fließen. Wir wollen hier nicht zu weit vorgreifen.

Was wir mit Euch noch teilen möchten, sind unsere Überlegungen zur farblichen Gestaltung des Fahrzeugs. Soviel vorab, Fahrer- und Wohnkabine sollen die gleiche Farbe bekommen (Anmerkung Annette: der Steyer aus dem Netz sieht zweifarbig auch nicht schlecht aus), nicht zu dunkel und nicht zu sehr Military. Stoßstange, Kotflügel und alle Kisten / Tanke unter der Wohnkabine in schwarz, aber die Grundfarbe ….

Also haben wir uns als erstes eine Tabelle mit allen damals erhältlichen Farben für den 917 besorgt – etwas Originalität steht jedem Fahrzeug gut – unsere Favoriten ermittelt  und uns die entsprechenden Farben gekauft. So sehen die Muster aus:

Und jetzt …

Wenn wir die Farben der Fliesen und der Hundedecke mal außer Acht lassen bleiben immer noch 7 Farben übrig. Unsere Favoriten sind aktuell Achatgrau (Mitte oben) und Kieselgrau (Rechts oben) oder doch Cremeweiss (Links oben)? Der Braunton, wie hieß der nochmals, in der Mitte links ist aber auch nicht schlecht, oder? Wir werden sehen …

Deutschland, Europa und die ganze Welt