WoMo-Selbstausbau: Rahmen

Kurzer Statusbericht:

die Zeit drängt langsam…unser LKW muss im Juni zum TÜV. Vorher gibt es aber noch eine Menge zu tun, damit der LKW wieder fahrbereit wird und den Weg zur Werkstatt unseres Vertrauens findet: der Batteriekasten, die Dieseltanks, der Abwassertank sowie die Staukästen müssen am Rahmen befestigt sein. Dann müssen die neuen Druckluftbehälter im Rahmen eingehängt  sowie die Dieselleitungen an unseren neuen Tanks angeschlossen werden. Nach den Arbeiten können wir dann nur noch hoffen, dass der LKW nach wochenlangem Stehen wieder anspringt.

Hier dazu ein paar Fotos ganz aktuell von heute:

Auf der Fahrerseite sind mittlerweile der Batteriekasten und der grosse Dieseltank (ca. 270l) montiert. Unterhalb des Batteriekastens fehlt noch ein Staukasten, aber man kann gut den Rahmen und die darunter befindliche, neu verlegte Auspuffleitung erkennen.

Im hinteren Teil ist der Unterfahrschutz mittlerweile befestigt, der noch lackiert werden muss.

Hier kommt nix weg…..

Auf der Beifahrerseite hat der geteilte Dieseltank 65l / 130l seinen Platz gefunden. Daneben sieht man schon in Vorbereitung die Halterungen für einen kleinen Staukasten, in dem die Dieselumschaltanlage ihren Platz findet sowie für einen Abwassertank mit ca. 120l Fassung, der dann isoliert und ggbfs. elektrisch beheizt wird.

Halterung Staukasten und Abwassertank
die neuen Druckluftbehälter

In der Werkstatt bekommt der LKW (das Fahrerhaus, die Kotflügel und Stosstangen) dann endlich seinen finalen Lack in seidenmatt und verliert seinen Bezug zum Feuerwehralltag. Darauf freuen wir uns schon ganz besonders. Ebenso werden die neuen Reifen aufgezogen und die Felgen lackiert, sowie die hinteren Kotflügel befestigt. Im Fahrerhaus gibt es auch noch etwas zu tun: die Elektrik im Fahrerhaus (Kabelsalat aus dem alten Feuerwehrkoffer) wird zurückgebaut, nicht mehr benötigte Schalter der Feuerwehr aus dem Armaturenbrett demontiert und die Lichtanlage instandgesetzt. Aber das ist noch alles Zukunftmusik und wird später noch mit Bildern beschrieben. ..

Chef ohne Lesebrille…

WoMo-Selbstausbau: Rahmenlackierung

Nun sind schon einige Monate vergangen und wir möchten mit ein paar Bildern den Fortschritt unseres Umbaus veranschaulichen. Nachdem wir den Feuerwehrkoffer abgebaut und die ganzen Kabeln im Rahmen bis in die Kabine zurückgebaut haben, mussten wir uns um einen neuen Unterstellort kümmern. Hier noch die letzten Impressionen des ersten Unterstellortes…

Wir brauchten dringend eine saubere Garage mit Licht und Strom sowie genügend Platz zum Schweissen und zum Handwerken. Letztes Jahr Mitte 2020 hatten wir dann das Glück, direkt in unserer Gemeinde einen komforttablen und großzügigen Stellplatz auf einem alten Gehöft zu finden und dauerhaft anzumieten. Unsere alten Küchmöbel haben dort nun ihren Platz gefunden und wir konnten endlich mit der Aufbereitung des Rahmens beginnen.

Dafür wurde der Rahmen gründlich gereinigt, abgeschleift, von Fett gelöst und dann mit der silbergrauen Rostschutzgrundierung Ovagrundol Primer 2-mal gestrichen.

Unser LKW hat nur wenig Rostansätze, was die Aufgabe sehr erleichtert.

Problematisch ist momentan eher das Wetter und die eisigen Temperaturen, die die Farbe schlecht trocknen lässt. Wir brauchen daher viel Geduld. Zudem ist langes Arbeiten kaum möglich, eine Heizung ist in der Garage nicht vorhanden. Mittlerweile ist der Ramen bereits schon einmal mit schwarzem Chassislack O.H. gestrichen. Der 2. Anstrich muss temperaturbedingt noch warten.

Während der Trocknungsphasen basteln wir weiter an unseren Planungszeichnungen. Roland plant die notwendigen Aufhängungen / Anbauten für die Druckluftbehälter, Batterien und beiden Dieseltanke. Der Platz ist recht begrenzt bei dem Radstand von 3090 mm, daher lassen wir uns Dieseltanke auf Mass fertigen. Etwa 280 Liter auf der Fahrerseite und nochmals ca. 200 Liter, aufgeteilt auf 2 Kammern auf der Beifahrerseite. Ein Pipitank ist im Fahrzeugrahmen geplant und die Druckluftbehälter verschwinden hinten unter dem Fahrzeugrahmen. Das Auspuffendrohr wird nach vorne hinter das Vorderrad verlegt. Platz bleibt dann noch für den Batteriekasten und einen kleinen Staukasten auf der Fahrerseite, sowie einen Abwassertank von etwa 150 Liter auf der Beifahrerseite.

Ich persönlich zeichne weiter an dem Grundriss unseres Koffers. Die ersten Ideen wurden alle wieder verworfen, nun sind wir beide mit dem neuen Konzept sehr zufrieden. Die Länge des Koffers bleibt bei 4400 mm. Da sind wir fast am Limit. Wir werden es auch bei der geplanten Breite von 2300 mm belassen.

Wir haben unsere Bedürfnisse an eine Wohnkabine nochmal intensiv diskutiert und uns dazu entschlossen, mit einer großzügigeren Sitzecke weiter zu planen. Der verbleibende Platz zwischen der Sitzecke vorne und dem festen Bett hinten, wird auf der Fahrerseite mit einer Küchenzeile geschlossen. Der Eingang bekommt die beliebte Doppelfunktion als Dusche und Dreckschleuse mit einer Ausbuchtung für das WC als Selbstbau Trocken-Trenntoilette mit kleinem Waschbecken. Die Sitzecke planen wir ohne Podest um zum einen uns einen Durchstieg zum Fahrerhaus nicht zu verbauen und zum anderen etwas mehr Luft für Oberschränke zu haben. Der Platz unter den Sitzen sieht nach unseren Plänen noch ausreichend aus, um den größten Teil der Technik (Dieselluftheizung, Elektrik) zu beherbergen. Für Wasserspeicher mit der zugehörigen Wasserverteilung und Filtrierung opfern wir einen Teil des Stauraums unter dem Bett.

Auf den Spuren von Heinrich Heine

„Ich möchte auch mal auf den Brocken“, ließ ich meinen Vater in diesem Jahr wissen und versuchte ihn im Oktober mit einem Gutschein zu seinem 81. Geburtstag zu ködern. Kein Problem freute sich mein Vater über das Angebot, obwohl er schon zigmal und in verschiedensten Routen den Brocken bestiegen hatte und es wurde gleich geplant. Für mich als Erstbegeher kam natürlich nur der Heinrich Heine Weg in Frage, laut Reiseführer der schönste Weg auf den mit 1141m höchsten Berg Norddeutschlands. Der geplante Corona Lockdown im November ließ uns die Wanderung ungewollt schneller beschließen als gedacht und nach einem Blick in die Wetterkarte und einer schnellen Hotel-Reservierung in Bad Harzburg fuhren wir mit dem Auto am Samstag um 6Uhr morgens gutgelaunt Richtung Harz. 4h später erreichten wir in Ilsenburg den sich bereits schnell füllenden Wanderparkplatz. Wir waren anscheinend nicht die Einzigen, welche das letzte „freie“ Wochenende zu einer Wanderung nutzen wollten. Kein Problem, wir schnürten unsere Schuhe und den Rucksack und dann ging es los auf den Spuren des Dichters Heinrich Heines, der 1824 diesen Weg auf den Brocken bei seiner Harzreise bewanderte.

 

 

 

 

Gemütlich und stetig bergan schlängelt der Weg sich entlang der Ilse durch das Ilstal in einem  urwüchsigen Buchenwald, der sich mittlerweile herbstlich bunt zeigte.

 

 

 

 

An den unteren Ilsefällen, ca. 3,5km und 170hm weiter, legten wir eine kleine Rast für das zweite Frühstück ein. Für Ende Oktober bei 13Grad fühlten wir uns wunderbar, zumal der Himmel immer wieder aufbrach und sich die Sonne zeigte.

 

 

 

 

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