Die erstmal letzte Städtetour soll mit Limoges erfolgen, da ich meiner Mutter versprochen habe, nach einem Ersatz einer Porzellantasse in der dafür berühmten Porzellanstadt zu schauen. Die Parkplatzsucherei in einer Stadt mit einem 7,49t LKW ist sowieso grenzwertig, am heutigen Tag besonders schlimm. Leider sind wir vom Campingplatz auch spät weggekommen, da wir noch den vollen Service erledigen mussten, Wasser, Abwasser, Schwarztanks, das volle Programm. Unsere erste Anlaufstelle sollte die älteste Porzellanfabrik mit Werksverkauf sein. Die erste Pleite nachdem ich das Logo zeigte und man mich darauf hinwies, dass es sich nicht um das Rojal Limoges Porzellan handeln würde. Na gut, dann erstmal ins Städtchen und eine Kleinigkeit essen. Aber in Frankreich ist es wie in Deutschland. Ab 14Uhr macht die Küche zu. Also dann im parkenden LKW ein Stück selbstgemachten Nusskuchen bei 30Grad essen. Die Stadt war nett, aber bei weitem nicht so schön wie Bourge, daher auch kein Foto. Also das Porzellan Emblen noch einmal studiert und KI befragt, dann ging es 12km westlich in einen kleinen Vorort von LImoges. Der Porzellanladen war wirklich gross und schön, aber das verkaufte Geschirr zeitgemäß und modern. Wir waren richtig, leider wird die gewünschte Porzellanlinie nicht mehr gefertigt teilt uns die nette Verkäuferin mit. Schade, das Glück war uns nicht holt und irgendwie war auch am weiteren Tagesablauf der Wurm drin. Kein Supermarkt in der Nähe, das Internet ist aus unerfindlichen Gründen ausgefallen, somit war die Internetrecherche kaum möglich und immer noch keine richtige Idee unseres weiteren Reiseverlaufs. Frustiert finden wir südlich von LImoges etwa eine halbe Stunde entfernt einen Parkplatz in einem wirklich schönen Dorf Saint Ybard. Und wer sagt es denn.? Gleich gegenüber ein kleines französisches Restaurant mit einem gütigen Besitzer, der uns im ausgebuchten Haus noch einen Tisch draußen herrichtet. Das Essen ist super lecker, der Wein fließt und alles ist fast wieder gut bis auf das Internet. Wir reden abends noch lange über die Route und ob wir es bis Andorra schaffen. Gleichzeitig finde ich in dem Gebiet der Dordogne eine spitzenmäßige Möglichkeit, doch noch das Kajak ins Wasser zu lassen. Also am nächsten Tag direkt auf die A20 weiter Richtung Süden und dann westlich auf die wunderschöne D703 durch knuffige Orte, Burgen und Schlösser zu einem Kajakverleih in Vitrac. Wir haben schon Kanus auf dem seichten Fluss gesehen und sind ganz aufgeregt. Wir nehmen direkt die 15km Tour bis Beynac et Cazenac, damit es sich auch lohnt. So langsam fühlt es sich nach Urlaub an und Roland und ich sind total begeistert von der Natur in diesem französischen Gebiet, den tollen sehr gepflegten Orten und den edlen Gutshäusern. Lässt sich gut leben hier. Am Ende mit Muskelkater in den Armen finden wir in der Nähe einen Stellplatz auf einem Bauernhof und sind zufrieden mit dem Tag. Achja und das Wichtigste: das Internet funktioniert wieder. Was sollen wir bloß ohne machen…..
Huhu Ihr beiden,
erstens kommt es anders, und zweitens als man
denkt…wünschen Euch eine sehr schöne Weiterfahrt
(bis Andorra??)
Liebe Grüße aus Dorsten
Du hast wie immer recht! Wir werden weiter schonungslos berichten :-).
Ganz liebe Grüße, Anny