Wir haben es tatsächlich geschafft. Seit gestern haben wir in einem wunderschönen Tal bei Salles-et-Pratviel in den Pyrenäen einen Stellplatz für 2 Nächte gebucht. Eine Woche lang sind wir jeden Tag weitergefahren, allerdings über autofreie Straßen und mit dem Diesel aus Luxemburg! Vorgestern haben wir dann das erste Mal die Mautautobahn genommen, um schnell an Toulouse vorbeizukommen. Kostet dann direkt über 30 Euro….
Aber jetzt der Reihe nach. Beim Bauernhof an der D47 gut genächtigt lassen wir den nächsten Tag entspannt angehen. Roland hat Geburtstag und es gibt zur Feier des Tages Schokocroissants und natürlich Geschenke.. Diesmal wollen wir schlauer sein und in einem schönen Ort draußen pünktlich zu Mittag essen. Roland sucht sich den Ort Cahors aus, der bereits strategisch günstig an der A20 südlich liegt. Eine tolle Idee und ein schöner Ort. Es ist Freitag und sehr viel los. Die Parkplatzsuche wieder etwas strapaziös. Aber dann laufen wir über die Brücke des Flusses Le Lot und lassen uns treiben durch die vielen Gassen mit Cafés und Restaurants, durch die schöne historische Markthalle und vorbei an der Kathedrale Saint Etienne mit seltenen Kuppeln nach byzantinischem Vorbild.
So langsam bekommen wir Hunger und finden in der letzten Ecke unseres Spaziergangs durch die Stadt ein kleines Steakrestaurant, mit dem man Roland glücklich machen kann :-).
Zurück beim LKW heißt es für den Nachmittag „Meter machen“. Also auf die kostenpflichtige A20 und dann soweit wir Lust haben in den Süden fahren, mindestens an Toulouse vorbei. Wir kommen gut voran, wechseln auf die A66 fahren dann bei Foix auf die D117 westlich ab und und finden in der bereits beschriebenen App France Passion einen geeigneten Stellplatz für die Nacht. Das Gute ist, dass der Bauer auch gleichzeitig Restaurantbesitzer ist und da sagen wir nicht nein und lassen uns mit kleinen lokalen Spezialitäten verwöhnen. Kochen im LKW wäre eh nicht gegangen. Trotz Unterlegkeile standen wir so schief, dass mein volles Glas vom Tisch rutschte.
Ich nahm es mit Humor, Roland nicht so, war ja auch seine Hose…Währenddessen quatschten wir 1h lang mit Sohn und Freundin über alles was die Beiden so bewegt und das ist immer ne Menge :-).
Da das Duschen in so einem Schiefstand nicht erfolgreich sein kann, freuten wir uns mal wieder auf einen Campingplatz. Die KI hat uns einen landschaftlich schönen Weg weiter auf der D117 Richtung Westen immer entlang der Pyrenäenausläufer herausgesucht. Durch kleine Dörfchen ging es über Saint Girons immer weiter, bis wir auf die N125 gestoßen sind. Jetzt heißt es „ab in die Berge“ Richtung Spanien und wir entscheiden uns für das Tal Richtung Bagneres de Luchon auf der D125. Hier finden wir den schönen Dreisterneplatz und bekommen direkt am Eingang eine Wanderkarte in die Hand gedrückt. Gestern hatten wir zu gar nix Lust, haben Tisch und Stühle rausgeholt und den ganzen Tag relaxt sowie ausgiebig geduscht. Herrlich!!
Am heutigen Vormittag gab es dann eine kleine Wanderung ohne den LKW bewegen zu müssen. Es gibt dazu keine spektakulären Bilder aber wenigstens ein Beweisfoto.
Morgen werden wir weiterziehen, aber vorher noch bekannte Wasserfälle im Vallee du Lis erwandern. Das wird dann der letzte Beitrag aus Frankreich. Wir freuen uns auf Spanien und Andorra!