Zwei entspannten Nächte auf dem Campingplatz verbracht, wollen wir noch eine Wanderung in Frankreich unternehmen, u.z. an den Wasserfällen im Valle du Lis, südlich von Bagneres de Luchon. Es ist heute leider etwas neblig und bewölkt, aber wir freuen uns dennoch auf die Rundtour, die uns die Campingverwalter wärmstens empfohlen haben. Glücklicherweise sind die Ferien in Frankreich zu Ende und eine Handvoll Wanderer finden sich ein. Die Tour ist wirklich wunderschön. Rauf durch den Wald, bis wir über eine interessante Brücke dann schon bald zum ersten Wasserfall kommen. Na klar wird hier auch ein Selfie gemacht.
Zurück am LKW heißt es nun bald Abschied nehmen von Frankreich aber nicht von den Pyrenäen. Wir reisen nach Spanien ein, kaufen noch schnell was ein und dann geht es schon bald auf die wunderschöne Passstraße C28. Ein eindrucksvolles Bergpanorama erwartet uns aber leider auch teilweise verwaiste und unattraktive Skiorte.
Es klart sich auf und mit dem Frühabend erreichen wir den Pass bei Port de la Bonaigua mit über 2000m Höhe. Wir haben schon gehört, dass das Wildcampen hier nicht so ganz gerne gesehen wird. Es gibt zwar grosse Parkplatzflächen aber wir gehen auf Nummer sicher. Hinter dem einzigen Restaurant, was just seinen letzten offenen Tag im August hat und erst wieder zur Skisaison öffnet, erlaubt uns der Besitzer, auf der Rückseite zu parken. Das haben wir gerne angenommen und verbringen in der Höhe eine lautlose Nacht. Was es am Abend aber auch gab , waren Kühe, die dort eingetrieben wurden und auch einfach mal die Strasse querten (und wilde Pferde).
Am nächsten Tag ist es zwar kühl aber die Sonne scheint, es ist strahlend blauer Himmel und so wollen wir 1,5km weiter unterhalb des Passes eine weitere Wanderung zu einem blauen See starten. Wir haben die Tour in Komoot gefunden, ansonsten würde hier keinerlei Markierung auf diese Wanderung hinweisen. Das ist auch etwas gewöhnungsbedürftig in den Pyrenäen. Oder Kartenmaterial oder Trekking-Apps wäre man hier verloren. Die Wanderung ist anstrengend aber traumhaft. Ganz alleine sind wir unterwegs, fast so still wie in Namibia und endlich erreichen wir nach ca. 1,5 h den Bergkamm mit Aussicht auf den Lago Pudo.
Einen tollen Vormittag haben wir verbracht. Lust auf eine lange Fahrt haben wir danach nicht mehr, zumal es steil in Serpentinen den Berg wieder runtergeht und das in einem LKW ist schon anders als in einem schnittigen Cabrio…wir stranden auf einem Campingplatz nicht mehr weit weg von Andorra. Morgen werden wir ein kleines Offroadabenteuer angehen und unseren Ferry das erste Mal testen 🙂