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Paffis Reisen

Spanien: Hotel Rural Torre de Uriz – 2

Posted on 19. Mai 20248. September 2025

Wir fühlen uns pudelwohl in dem Hotel und in seiner einsamen und grünen hügeligen Umgebung. Das Wetter könnte besser sein, aber wir wollen uns ja nicht sonnen sondern die Gegend erkunden. 
Ein Muss ist die nächstliegende Stadt Pamplona, Hauptstadt von Navarra und ca. 45min entfernt liegend. Hier besuchen wir u.a. die gotische Kathedrale, das schöne Rathaus sowie natürlich das berühmte Café Iruña am Platz, wo Ernest Hemingway sich gerne aufhielt. Sein Roman „Fiesta“ erinnert an die Zeit in Pamplona – ich muss gestehen, selbst kenne ich den Roman nicht. Wir laufen ein Stück entlang der Wehrmauer und beobachten die ankommenden Pilger aus aller  Welt, die auf ihrem Weg nach Santiago de Compostela durch Pamplona kommen. 

Nach einer kleinen Stärkung mit leckeren Pinxtos verlassen wir Mittags die Stadt und nehmen uns noch 2 weitere Höhepunkte in der Gegend vor – das Castillo de Javier sowie das Monasterio de Leyre.

Die Burg mit anschließender Basilika im Dorf Javier ist Geburtsort des Heiligen Francisco de Xavier, der die jesuitische Mission in Ostasien, insbesondere Indien und Japan einleitete. Die Burg liegt auf ca. 500m Höhe und geht auf die Ursprünge des 10. Jahrhunderts zurück. Wir haben Zeit und es ist nicht viel los, daher buchen wir auch eine Innenbesichtigung der imposanten Burganlage. 

Von dort geht es weiter zu der in 8km entfernten Klosteranlage San Salvador de Leyre. Auf dem Weg dorthin kommt uns ein Fernreisemobil auf Basis des Mercedes 1120 entgegen. Wir sind natürlich total begeistert aber auch etwas neidisch, das wir noch nicht soweit mit unserem Ausbau sind. Lange reden wir noch von der Begegnung während uns der Weg zum romanischen Kloster oberhalb eines Stausees führt. Es handelt sich um das älteste Kloster der Region Navarra und wird von Benediktinermönchen geführt.

Wir besichtigen hier die Crypta, welche vermutlich auf das 9. Jahrhundert zurückgeht sowie die Kirche, Grabstätte des Königs von Navarro. Hier ein Blick auf das schöne Gewölbe und den Tunnelgang zum Bildnis des im 10. Jahrhundert lebenden Abtes namens Virila in der Crypta.

Und hier noch ein Bild des Westportals der Kirche. Das sogenannte Tympanon des Portals entstand im 12. Jahrhundert und wurde später noch ergänzt.

Wir sind für den Tag genug gefüllt mit Kultur und Geschichte und fahren spätnachmittags zurück zu unserem Hotel.

Am nächsten Morgen freuen wir uns aber schon wieder auf neue Entdeckungen, wollen uns aber diesmal auch etwas bewegen und weniger Autofahren. Ein Tip unseres Hotelchefs Jon lässt uns Richtung Pyrenäen etwa 15km östlich fahren. Hier liegt Roncesvalles am Fuße des Ibaneta Passes, eine bedeutende Pilgerstätte und ebenfalls bekannt für die Schlacht um 778, in der die Gruppen um Karl des Großen unter der Führung von Roland unterlagen. 

Wir schauen uns nur die gotische Stiftskirche an und wollen in der Umgebung etwas spazieren gehen. 

Der erste Weg führt uns auf dem Pilgerweg hinauf zum Ibaneta Pass (1057m) von dem wir einen wunderbaren Blick über die Pyrenäen haben. Das Rolandsdenkmal erinnert an die o.g. Schlacht. 
Wir befinden uns nur noch einen Steinwurf entfernt von Frankreich.

Unten, am Parkplatz wieder angekommen, entscheiden wir uns für einen weiteren kleinen Rundweg „Bosque de Basajaunberro„ von 4km, der uns durch die hier typischen Buchenwälder führt. 

Es ist 13 Uhr und unser Magen meldet sich hungrig. Auch hier folgen wir dem Tip von Jon und fahren einen Kilometer zurück in das kleine Mittelalterdorf Auritz-Burguete, wo wir im gemütlichen Gasthof Txiki Polit einkehren. Nach einem leckeren 3 Gängemenü und einem Glas Rotwein fahre ich uns vorsichtig wieder zurück in unser Hotel und schauen uns zufrieden die Bundesligaspiele über unser Pad an. Wir selbst können entspannt zusehen freuen uns aber über die Ergebisse im oberen Rang und im Keller….

"Die Wildnis ist es , die die Welt bewahrt"

Henry David Thoreau

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