Waterberg

So langsam neigt sich unsere kleine Weltreise dem Ende zu, vier Monate sind wir nun unterwegs. Die drei Wochen in Namibia mit den Freunden verging wie im Fluge. Doch bevor es nach Windhoek zurück geht, machen wir noch einen Abstecher zum Waterberg, wo wir 2 Nächte verbringen werden – auch zum Wandern. Wir verlassen die Etosha Aoba Lodge im Sonnenschein und je näher wir dem Waterberg kommen, umso dunkler wird der Himmel. Für den Weg bis zur Waterberg Plateau Lodge hatten wir morgens vereinbart, dass jeder für sich fährt. Die Wegstrecke ist nicht kompliziert und wir hatten bis dato keine Probleme damit. Unser Auto startete eine halbe Stunde früher, jeder wollte in Otjiwarongo noch volltanken und dann weiter über die C22 und D2512 zum Waterberg fahren. Klappte alles prima, bis wir in die D2512 einbogen. Am Waterberg musste es bereits schon mehrere Tage geregnet haben. Die Piste, im trockenen Zustand erfahrungsgemäß schon schlecht, hatte sich zu einer aufgeweichten Schlammpiste entwickelt. Für die 25km benötigten wir über 1h – der Schlamm spritzte auf beiden Seiten bis über das Autodach und wir hatten gut zu tun, nicht zu driften und die Karre auf der Piste zu halten. Ich machte mir langsam Gedanken, wie wohl unsere Freunde mit dem Auto und dem Weg zurecht kommen würden und bereute langsam die Alleinfahrt. Durchgeschüttelt von der Fahrt kamen wir glücklich an der Lodge an, die über einen steilen Anweg auf halber Höhe des Waterberges wunderschön gelegen ist. Das Auto machte mittlerweile merkwürdige Geräusche, aber das kennen wir ja schon bereits von Mexiko 😉 .

Die Temperaturen waren auf 15Grad gefallen, mit einem warmen Kaffee in der Hand im zugigen Restaurant hieß es nun Warten. Nach 1,5 Stunden immer noch keine Freunde in Sicht – langsam wurde ich unruhig. Die Angestellten schauten schon alle mit und versprachen mir, mich zu informieren, wenn ein weisser Toyota am Gate ankommt. Zwischendurch konnten wir wenigstens erfolgreich eine SMS versenden, unseren Freunden ging es anscheinend gut und sie wären in 1h da. Da waren sie aber noch nicht auf der D2512….

Wir vier spielten mittlerweile Doppelkopf und tranken Bier und Wein, um uns abzulenken. Nach 3h erhielten wir schließlich die Nachricht, dass das Auto am Gate angekommen ist. Mit großer Erleichterung aber auch einem Fragezeichen im Gesicht, warum sie so spät hinter uns angekommen sind, erfuhren wir, dass beide Reifen auf der Fahrerseite platt waren und gewechselt werden mussten. Dazu kam ein Stromausfall in dem Ort Otjiwarongo, so dass es zu noch mehr Verzögerungen gekommen war. Was für eine Aufregung am Ende unserer Tour! Unsere Freunde blieben jedoch cool und sind immer noch begeistert von Namibia  🙂 .

Am nächsten Morgen trauen wir unseren Augen nicht – blauer Himmel und warme Sonne.

Um 8Uhr morgens haben wir eine Wanderung auf das Plateau des Waterberges gebucht. Zusammen mit einem netten Schweizer Pärchen starten wir die informative Tour mit einem Guide.

Zurück an unserer Lodge geniessen wir 2h später die Sonne auf der Terrasse und beobachten die niedlichen Klippschliefer, die hier zahlreich herumlaufen.

Da uns die morgige Tour nicht überanstrengt hat, laufen wir auf eigener Faust los. Ein markierter Wanderweg führt uns entlang der Bergflanke bis zur zweiten Wilderness Lodge und auf der anderen Seite des Bergmassivs wieder zurück, ingesamt ca. 8km. Der Weg ist sehr schön und abwechslungsreich. Plötzlich fängt es wieder an zu regnen. Wir erreichen gerade rechtzeitig vor dem großen Schutt das Restaurant und dann bricht das Gewitter los….bis zum heutigen Freitagmorgen. Am Frühstückstisch wird schon gewitzelt, wie die Piste, die wir wieder zurückfahren müssen, wohl jetzt aussieht. Beschlossene Sache ist, dass wir in Kolonne fahren – und das haben Roland und Till auch super gemeistert! Nach einem Marktbesuch in Okahandja für die letzten Geschenke erreichen wir nachmittags schließlich wieder die River Crossing Lodge in Windhoek, den Startpunkt unserer Namibiareise. Auch hier ist es ziemlich kühl, aber an diese Temperaturen müssen wir uns in Deutschland ja auch wieder gewöhnen. Nach einer heissen Dusche lassen wir den Abend entspannt ausklingen.

Morgen heißt es Abschiednehmen, Roland und ich fliegen bereits nachmittags, der Rest erst abends.

Eine Zusammenfassung von Namibia schenke ich mir, da das Land, mittlerweile das sechste Mal besucht, für mich immer eine Reise wert ist.

Unsere Weltreise war für Roland und mich der absolute Hammer – es ist eigentlich alles so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir nehmen so viele positiven Eindrücke mit, die wir noch verarbeiten müssen. Der Reiseblog, den ich richtig liebgewonnen habe, wird uns sicherlich als Gedankenstütze dabei helfen. Hoffentlich werden wir noch lange von dieser Auszeit zehren!!

Ein großer Dank gilt an dieser Stelle den vielen Menschen um uns herum, die dafür gesorgt haben, dass diese Reise erfolgreich stattfinden konnte! 🙂 🙂

So sagen wir jetzt Totsiens Namibia und bis zum nächsten Mal!

 

4 Gedanken zu „Waterberg“

  1. Hallo Ihr Lieben, wir wünschen Euch einen guten Rückflug.
    Wir freuen uns uns auf die vielen interessanten Geschichten.

    LG Petra und Franz

    1. Sitzen in der Lounge in Windhoek und warten auf unseren Flieger. Freuen uns auf alle Daheimgebliebenen 🙂 !! Bis morgen und LG
      Annette & Roland

  2. Hallo Ihr Lieben,
    vielen Dank, dass Ihr uns auf Eure tolle Reise mitgenommen habt! Der abendliche Besuch des Blogs mit den schönen Fotos und Texten wird mir fehlen. Meine Highlights: Neuseeland und México.
    Gute Heimreise
    Thomas und Susanne

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