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WoMo-Selbstausbau: Fahrzeugplanung

Heute ein Beitrag von Roland:

Die Signalanlagen vom Dach des Fahrzeugs sind runter. Nächste Woche geht unser 917 zum Karosseriebauer:  einige Löcher sind zu schließen und die Beschädigungen an der Beifahrerseite noch zu reparieren.

So richtig viel ist am Fahrzeug selbst nicht passiert. Wir haben die Zeit aber genutzt und sind mit der Planung weiter voran geschritten.

Wir starten mit der Kabinenlänge:

Die maximale Länge der Kabine ergibt sich aus der Aufbauvorschrift des Herstellers. In unserem Fall sind 190 mm Abstand von der Fahrerkabine einzuhalten und der Überhang nach hinten darf 60% des Radstandes nicht überschreiten. Daraus ergibt sich für unseren 917 eine maximale Aufbau- bzw. Kabinenlänge von 4.484 mm. Wir werden es bei einer Kabinenlänge von 4.400 mm belassen, da wir so ein etwas stimmigeres Gesamtbild des Fahrzeugs erhalten und der Böschungswinkel bei Einplanung einer Abschrägung des Hecks, sich nicht verschlechtert. Das ist ohnehin einiges mehr an Kabinenlänge, als wir zunächst angenommen haben und Annette ist froh, in Ihrer Vorplanung des Innenraums noch etwas Reserven zu bekommen.

Wir haben auch in der Breite des Fahrzeugs etwas Spielraum. Dank Sonderausstattung „C96 Achs-/ Fahrgestellteile, schmale Fahrzeugbreite“ bietet sich an, das Fahrzeug etwas schmaler aufzubauen als üblich. Gemessen habe ich an der Hinterachse eine Breite über die Räder von max. 2.250 mm und ich denke, dass wir uns auf eine Kabinenbreite von 2.300 mm beschränken werden. Ich kann mir Situationen vorstellen, in denen dies nicht von Nachteil sein wird, auch wenn ein LKW in dieser Breite sicherlich noch nicht prädestiniert ist, durch die Gassen toskanischer Dörfer zu fahren. Die Fahrerkabine des LK ist ohnehin schmal genug und lediglich die vorderen Kotflügel, die die aktuelle Fahrzeugbreite von 2.450 mm markieren, müssten in der Breite etwas eingekürzt werden.

Bei der Höhe des Fahrzeugs gibt es für uns relativ wenige Stellschrauben. Das Fahrgestell ist bereits 120 mm höher gelegt, was wir sicherlich nicht mehr ändern möchten, darauf kommt ein Zwischenrahmen mit Federlagerung, auf den eine Kabine mit einer Innenhöhe von ca. 2 m geplant ist. Insgesamt ergibt sich eine Gesamthöhe von dem Fahrzeug von ca. 3.500 mm.

Einen gewissen Einfluss auf die Höhe hat auch die Bereifung des Fahrzeugs. Der bereits recht hohe Fahrzeugrahmen lässt hier einiges zu, auch wenn man den max. möglichen Federweg des Fahrzeugs und den damit einhergehenden Abstand von Kabinenaufbau und Rad berücksichtigt. Aktuell ist unser 917 mit Reifen der Größe 12,5R20 ausgestattet. Für eine Feuerwehr schon eine sportliche Ausstattung. Eine Überlegung wert sind noch 14,5R20`er, da mit der gleichen Felge möglich und ich es bestimmt nicht über das Herz bringen werde die schönen originalen Sprengringfelgen zu verkaufen. Fast alle größeren Reifen schreien nach 10-20 Felgen, die gewichtstechnisch eher einen negativen Einfluss hätten.

Annette bastelt zwar schon fleißig am Grundriss der Kabine, möchte eine Veröffentlichung aber noch vertagen. Bis wir hier wirklich tätig werden, wird noch viel Wasser den Rhein runter fließen. Wir wollen hier nicht zu weit vorgreifen.

Was wir mit Euch noch teilen möchten, sind unsere Überlegungen zur farblichen Gestaltung des Fahrzeugs. Soviel vorab, Fahrer- und Wohnkabine sollen die gleiche Farbe bekommen (Anmerkung Annette: der Steyer aus dem Netz sieht zweifarbig auch nicht schlecht aus), nicht zu dunkel und nicht zu sehr Military. Stoßstange, Kotflügel und alle Kisten / Tanke unter der Wohnkabine in schwarz, aber die Grundfarbe ….

Also haben wir uns als erstes eine Tabelle mit allen damals erhältlichen Farben für den 917 besorgt – etwas Originalität steht jedem Fahrzeug gut – unsere Favoriten ermittelt  und uns die entsprechenden Farben gekauft. So sehen die Muster aus:

Und jetzt …

Wenn wir die Farben der Fliesen und der Hundedecke mal außer Acht lassen bleiben immer noch 7 Farben übrig. Unsere Favoriten sind aktuell Achatgrau (Mitte oben) und Kieselgrau (Rechts oben) oder doch Cremeweiss (Links oben)? Der Braunton, wie hieß der nochmals, in der Mitte links ist aber auch nicht schlecht, oder? Wir werden sehen …

Kili – Besteigung

Wie bereitet man sich auf die Besteigung des höchsten Berges Afrikas vor? Diese Frage habe ich mir 2018 oft gestellt und viel im Internet dazu gesurft. Von „Hauptsache gesund“ bis „regelmäßige Marathons“ habe ich jeden Fitnesslevel als Bedingung für eine erfolgreiche Besteigung gefunden. Also musste ich mir selbst was überlegen, denn keine der beiden Extremen kamen für mich in Frage. Als Ü50 , berufstätig mit Haus und Hund bleibt sowieso nicht  viel Zeit für Ausdauersport…..Roland und ich joggen gerne, also bereiteten wir uns 1 Jahr durch mindestens 3 Laufrunden pro Woche vor. Innerhalb der Woche mit max 9km und schnelleren Runden und am Wochenende mit immer länger werdenden Ausdauer-Runden. Mein persönlich erreichtes  Ziel war Anfang Dezember eine Halbmarathonstrecke, die mir ein gutes Gefühl der Vorbereitung gab. Daneben haben wir Brückentage für Wanderungen im Mittelgebirge genutzt sowie im Herbst in den Dolomiten den Höhenweg 1 erwandert. Mehr Zeit war nicht, das musste einfach reichen. Unser 22jährige Sohn vertraute auf eisernen Willen und regelmäßiges Krafttraining. Im Dezember dann noch als Test eine Winterwanderung auf den Brocken mit meinem fast 80jährigen Vater und zwischendurch ein paar Joggingrunden mussten auch bei ihm zwecks knapper Zeit während des Masterstudiums  ausreichen.

Ihm- dem Sohnemann, haben wir übrigens auch die verrückte Idee zu diesem Abenteuer zu verdanken. Sein Traum, den Kili zu besteigen, geht bis ins Grundschulalter zurück. Zum Bachelorabschluss ein nettes Familienevent, hat er dann so gedacht……Roland war begeistert, mir ziemlich mulmig.

Bei den verschiedenen möglichen Routen haben wir uns schnell für die  Kikeleva-Route entschieden. Die Route startet zusammen mit der Rongai- Route als Nord-Ost Überquerung in der Nähe der kenianischen Grenze und ist weniger begangen. Die Kikeleva-Route ist 12km länger als die Rongai-Route und macht einen kleinen Schlenker Richtung Mawenzi zu dem einzigen vorhanden See und verläuft dann über den Sattel Richtung Kibo. Statt normalerweise 6 Tage wollten wir uns 7 Tage Zeit zwecks guter Akklimatisierung geben. Wichtigstes Ziel sollte  bleiben, dass wir alle wieder gesund nach Hause kommen, egal, ob wir es schaffen.

Neben der Kili- Besteigung wollten wir uns auch noch etwas Urlaub gönnen. Das lokale erfahrene Unternehmen KiboSlopes Safaris stellte uns eine tolle zweiwöchige Tour zusammen, die aus 1 Tag Safari im Amroseli- Park in Kenia, einer 7-tägigen Kili- Besteigung und einer nachträglichen Safari im Terengeti Park sowie im Ngorongoro Crater  in Tanzania bestand inclusive natürlich der Fahrten und Übernachtungen in Kenia und Tanzania. Wir brauchten  uns nur um die Flüge und Visa zu kümmern alles andere wurde  uns abgenommen und klappte dann erfahrungsgemäß reibungslos!!

Und so flogen wir am 02.01.2019 von Frankfurt nach Nairobi mit ganz viel Aufregung im Bauch, zumindestens bei mir.

 

 

Weltreise: Der Countdown läuft….

Nicht mehr lange und es geht endlich los!

So lange gespart und auf diesen Tag hingearbeitet, zig To-Do-Listen in excel geschrieben, ob für Kostenverfolgung, Terminverfolgung ob Buchungslisten, Packlisten, Einkaufslisten, Adressenslisten, Telefonlisten…..so langsam stellt sich das Gefühl ein, dass wir das Wichtigste bedacht haben.

Das Wochenende wurde schon mal „Packen“ geübt…nach unserer eigenen Vorgabe : 2 Gepäckstücke pro Person müssen reichen. Bei uns bedeutet das jeweils 1 Trolley für Klamotten mit Packsystem

 

 

und 1 Tasche, die gleichzeitig Trekking- und Tagesrucksack beinhaltet sowie unsere Campingausrüstung.

Zugegeben als Backpacker würden wir uns nicht bezeichnen, aber wir sind zufrieden. Noch ist etwas Zeit zum Optimieren….